Was als Weiterführung einer früheren Andorpartie gedacht war, hat dann doch dazu geführt, dass auch einige andere Spiele gespielt wurden.
Angefangen wurde mit "Durch die Wüste" weil noch nicht alle Personen da waren und dann folgte eine schnelle Runde "Creed". Bevor dann alle sich an das Aufbauen der Andor-Partie gemacht haben, wurde ebenfalls noch eine ganz schnelle Runde "Sushi Go" gespielt. Dabei gab es sogar zwei Karten, mit denen am Spielefest nicht gespielt wurde. Danach haben wir eine alte Partei Andor (4. Legende) begonnen und kläglich verloren nach zwei Tagen. Da wir aber nun wussten, was auf uns zu kommt, haben wir uns besser vorbereiten können und mit der Erweiterung für 5-6 Spieler dann die Legende doch bezwungen. Da für die nächste Legende keine Zeit mehr war, haben wir "Wer hätt's gedacht" gespielt und dann noch eine verkürzte Partei "Mogelmotte".
Alle Spiele waren super zu spielen, außer vielleicht "Wer hätt's gedacht". Das Spiel ist nämlich eher ein Partyspiel und auch eher für jüngere Personen. Durch die Wüste war am Anfang etwas verwirrend, da man so viele Farben hat. Aber vielleicht sollte ich erstmal die Spiele beschreiben.
"Durch die Wüste" ist ein Aufbauspiel. Man hat verschiedene Kamelfarben mit denen man Karawanen bilden muss. Man kann dabei Wasserstellen aufsammeln, Oasen erreichen und Teile des Spielfelds abschneiden. Pro Zug kann man zwei Kamele setzen. Es ist darauf zu achten, dass Kamele der gleichen Farbe aber von unterschiedlichen Spielern nicht nebeneinander stehen dürfen. Sobald eine Kamelfarbe aus ist, wird abgerechnet. Am Anfang waren wir etwas verwirrt wegen der Farben der Kamele, und es ist auch etwas schwer einen Überblick zu behalten, aber es macht Spaß und geht relativ schnell. Das Spielfeld wird bei vier Spielern schnell sehr voll, aber dadurch muss man etwas überlegter vorgehen.
"Creed" ist ein Drafting Kartenspiel. Man kann Verbrecher spielen und durch diese dann Immobilienanteile kaufen oder Aktionen ausführen und an Geld kommen. Nach neun Runden ist es aus und der mit dem meisten Geld gewinnt. Es geht schnell und selbst wenn man nicht gewinnt, kann man den anderen Spielern Geld wegnehmen und ihnen das Spiel erschweren. Außerdem schauen die Karten super aus und weil man nie mit allen Karten spielt, kann man auch nicht genau planen, was man denn genau machen will. Zu zweit ist es einfacher eine Strategie zu fahren, weil man seine Karten jede zweite Runde wieder bekommt, aber zu viert kann man nicht so genau planen und muss eher nehmen was kommt.
"Sushi Go" haben wir ja schon am Spielefest ausprobiert. Es handelt sich auch um ein Drafting Kartenspiel wobei es diesmal viel schneller geht. Die zwei neuen Karten sind Stäbchen und Soyasoß. Stäbchen kann man ablegen und wenn man neue Karten bekommen kann man Sushi Go rufen und zwei Karten nehmen und die Stäbchen wieder in die Kartenhand aufnehmen. Das ist vor allem am Anfang gut, wenn man sich noch relativ sicher sein kann, dass man zwei gute Karten bekommt. Soyasoß bringt nur dann Punkte, wenn man viele verschiedene Sushi Karten vor sich liegen hat (Hintergrundfarbe der Karten).
"Wer hätt's gedacht" ist ein Kartenspiel. Man hat vier Handkarten mit Begriffen/Tätigkeiten und muss eine der Karten aussuchen, die vom Aussucher am liebsten gemocht werden. Jeder Spieler gibt seinen Tipp ab und der Aussucher sortiert dann. Je nach Platz bekommt man nun Punkte für seinen Tipp. Dann wechselt der Aussucher und die Handkarten um eins nach links und es wird nachgezogen und so weiter. Wir haben dann auch noch eine Runde mit mag ich gar nicht gespielt, weil einige Begriffe eher in diese Kategorie passen, aber auch da hat es nicht so viel Spaß gemacht wie andere Spiele.
"Mogelmotte" hingegen ist ein super Kartenspiel. Man bekommt sieben Handkarten und muss diese versuchen los zu werden. Dabei gibt es verschiedene Kartenarten, die bestimmte Effekte haben (ähnlich wie eine Partie Uno mit Spezialregeln). Allerdings gibt es einen Zusatz. Die Mottenkarten können nicht legal abgelegt werden, sondern müssen weggemogelt werden. Das heißt, man muss sie unter den Tisch fallen lassen oder so. Ein Spieler ist dabei die Wächterwanze und muss die anderen Spieler beim Mogeln erwischen. Die Wächterwanze darf dabei nur legal spielen, also nicht mogeln, kann dafür die Motten auch legal ablegen. Es ist unglaublich lustig gewesen, auch wenn wir alle nur sehr stümperhaft mogeln konnten. Und Spieler, die auch Zaubertricks können sind klar im Vorteil. :-)
Es war auf jeden Fall ein gelungener Spieleabend.
Am nächsten Tag haben wir dann noch Game of Thrones - der Eiserne Thron - das Kartenspiel ausprobiert. Es ist recht kompliziert, aber wenn man einmal reingekommen ist, macht es Spaß, auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass die Karten gegen einen Arbeiten bzw. das Spiel gegen die Spieler. Man spielt dabei eine Familie und muss sich gegen bis zu drei andere Familien behaupten. Wir haben nach zwei Stunden aufgehört, weil 15 Siegpunkte/Machtpunkte doch etwas viel waren. Wir haben nur 11 erreicht. Allerdings würde die nächste Partie sicher schneller gehen, jetzt wo wir die Regeln zumindest halbwegs intus haben und nicht mehr bei jeder Karte nachschauen müssen.