Rotentchen und der Umzug
Mitte Oktober war es endlich
soweit. Die Schlüssel für die erste eigene Wohnung wurden übergeben. Schon
lange davor wurden Möbel ausgesucht, der Termin für die Küchenlieferung war
angesetzt und ebenso alles für den Umzug vorbereitet.
Tipp 1 für einen gelungenen
Umzug: über Willhaben lassen sich leicht gratis Umzugskartons beschaffen,
entchen muss nur früh genug damit anfangen. Außerdem sollte man wissen was
entchen alles mitnehmen will aus der alten Wohnung.
Schon im Sommer wurden bei einem
Ikea Besuch die Möbel ausgewählt und online in einer Einkaufsliste gespeichert.
Damit hat man immer die Übersicht, ob die Produkte gerade im Geschäft
erhältlich sind und man kann auch die jeweilige Anzahl einspeichern. Noch dazu
kann man sich die Liste ausdrucken und nach Regalnummer in der
Selbstbedienungshalle sortieren lassen, sodass man nicht mehr durch die
Schauräume gehen muss um die Nummern zu finden.
Tipp 2 für einen gelungenen
Umzug: Die Einkaufslistenfunktion von Ikea auch online abspeichern, so können
die Mitarbeiter bei Ikea direkt darauf zugreifen und die Waren aus der
Warenausgabe alle zusammen ausstellen.
Tipp 3: Wenn man Waren aus der
Warenausgabe auf der Liste hat, dann diese zuerst bezahlen und dann erst den
Rest aus der Selbstbedienungshalle holen. So sind die Waren in der Warenausgabe
ohne Warten einfach abzuholen, da man die Wartezeit mit den restlichen Einkauf
gefüllt hat.
Tipp 4: Wenn man einen richtig
großen Einkauf hat und einen Transporter von Ikea mieten will, dann sollte man
es nicht über das Internet machen, sondern telefonisch. Es gibt zwei
Transportergrößen und bei der Onlinebestellung bekommt man den kleineren.
Allerdings passen alle Ikeapakete in den kleineren Transporter hinein.
Der Transporter war also
gemietet, ein Fahrer eingeteilt und Helfer bestellt. Auch wenn die Uni
teilweise einen Strich durch Rotentchens Planung gemacht hat, weil die Helfer
zwischendurch auf die Uni mussten, es hat alles super geklappt. Der Transporter
wurde sogar frühzeitig bereitgestellt, der Einkauf bei Ikea war schnell
erledigt und das Einräumen in den Wagen ging auch schneller als gedacht. Schon
war man auf dem Weg zur Wohnung. Die Helfer, die eigentlich schon bei der
Wohnung warten sollten, hatten allerdings etwas Verspätung, da die Straßenbahn
einen Ausfall hatte. Aber immerhin wurde der perfekte Parkplatz ergattert,
schnell alles ausgeladen, was ausgeladen gehörte und damit auf zum nächsten
Halt. Insgesamt ist sich alles immer mit jeweils einer Fahrt ausgegangen, was
nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich war. Zwei Betten (voll aufgebaut)
und zwei Matratzen und vier kleine Regale (ebenfalls aufgebaut) in einen
Transporter zu schlichten, war schon eine größere Aufgabe als die Ikeapakete.
Tipp 5: für das Siedeln sollte
man immer eine gerade Zahl an Menschen haben, die tragen können. Einige
Möbelstücke sind nur zu zweit tragbar und da ist eine ungerade Zahl eher
nutzlos, wenn immer einer oder eine warten muss.
Nachdem also die Pakete und auch
die alten Möbel mit dem Transporter in die neue Wohnung gebracht worden waren,
wurde das Aufbauen angegangen. Eigentlich hätte Rotentchen nicht gedacht, dass
bis auf drei Ikea Pakete alles aufgestellt werden würde, aber dem war so. Nur
der Schreibtisch, die Vitrine und der Kleiderschrank waren noch nicht zusammengeschraubt,
als es um sieben am Abend in die Pizzaria ging. Sogar die Ivar Regale waren
schon einmal lasiert und aufgebaut.
Am nächsten Tag ging es dann –
nach einer erholsamen aber kurzen ersten Nacht in der neuen Wohnung – weiter.
Ein Teil fuhr noch einmal zum Ikea um Kleinkram und vergessene Dinge zu kaufen.
Dies stellte sich als Langwieriger heraus, als der erste Ikea Einkauf.
Allerdings gab es für diesen Einkauf auch keine Liste – bzw. nur teilweise,
weil Dinge wie eine Butterdose und so weiter eher erst vor Ort ausgesucht
werden. Der andere Teil begann derweil damit, die Umzugskartons und alles
andere in die neue Wohnung zu bringen. Dies war so schnell geschehen, mit zwei
Autos und jeweils nur einer Fahrt pro Abholungsort, dass dann schon mit dem
Aufbau der anderen Ikea Pakete begonnen werden konnte.
Am Abend war dann alles
geschafft, bis auf den Badezimmerspiegelschrank waren alle Ikeasachen aufgebaut
und alles Kisten waren so verstaut, dass man noch in der Wohnung schlafen
konnte.
Am dritten Tag ging man es dann
erst mal ruhiger an. Am Vormittag wurde ein Spaziergang gemacht und am
Nachmittag ging es mit auspacken los. Das Auspacken ist jetzt, am fünften Tag
immer noch nicht ganz fertig, aber die wichtigsten Kisten sind ausgepackt, es
fehlen eigentlich nur noch die DVDs und einige Schreibtischsachen, die
allerdings noch warten müssen bis die jeweiligen Regale an der Wand angebracht
sind.
Alles in allem ging der Umzug
reibungsloser und schneller von statten als entchen sich das gedacht hat.
Tipp 6: Gute Freunde sollte man
sich vor einem Umzug suchen, sodass man dann genügend Helfer hat!
Vorfälle in der neuen Wohnung
Das es in einem Haus, in dem es
kontinuierlich zu Bohrarbeiten und Umzügen kommt, nicht immer ruhig ist, ist ja
keine große Sache, aber es gibt doch ein paar Dinge, die vielleicht anders
laufen sollten.
Punkt 1: Die Beleuchtung am Gang
wird über Bewegungsmelder gesteuert, diese sind aber offenbar so fein
eingestellt, dass ein Lufthauch sie betätigt. Das Licht geht also immer wieder
für ein paar Sekunden aus und dann wieder an. Da das Schlafzimmer zum Gang ein
Fenster hat, muss man in der Nacht also die Außenjalousien herunterlassen,
damit man nicht durch das ständige ein und aus gestört wird.
Punkt 2: Der Gang ist nach außen
hin offen – ein sogenannter Laubengang. Das ist ja alles schön und gut, so
kommt auch im Schlafzimmer mal bei offenen Fenster frischer Luft herein, aber
im Stiegenhaus gibt es im Zwischenstock und im Erdgeschoss punkte, an denen
sich das Wasser des Regens sammelt und nicht abrinnen kann bzw. dann weiter in
das Gebäude eindringen kann. Das ist ein echter baulicher Mangel und muss
behoben werden, vor allem wenn jetzt dann der Winter kommt.
Punkt 3: Im Gemeinschaftsraum
wurde eine Küchenzeile aufgestellt mit Waschbecken und Mikrowelle. Allerdings
haben die Monteure es geschafft, die Wasserleitung anzubohren weshalb jetzt im
Gemeinschaftsraum in der Wand das Wasser steht und erstmal trocknen muss –
hoffentlich bildet sich kein Schimmel – damit der Raum wieder benutzt werden kann.
Jetzt riecht es schon sehr schlecht darin.
Punkt 4: Seit Freitag – nun ist
es Mittwoch – ist die Heizung schon zweimal ausgefallen. Einmal über die ganze
Nacht, es wurde aber dann in der Früh schnell behoben und einmal war es nur in
die Nacht hinein, keine Ahnung wie lange wirklich, Rotentchen hat geschlafen.
Punkt 5: Rotentchen hat keine
Waschmaschine, weil es ja eine Waschküche im Haus gibt. Diese ist mit drei
Waschmaschinen und drei Trocknern ausgestattet. Diese müssen mit der
Quickfunktion der Bankomatkarte bezahlt werden und zwar im Voraus. Das Problem.
Ein Automat bedient immer gleich eine Waschmaschine und einen Trockner, es ist
also kontraproduktiv, wenn zwei Parteien gleichzeitig waschen, weil das Geld
nicht getrennt gesehen wird vom Automaten. Außerdem sind die Kosten eindeutig
zu hoch. Ein Euro für eine Kilowattstunde ist vielleicht für die Waschmaschine
okay, wo man dann zwischen 70 und 90 Cent zahlt für eine Wäsche, aber beim
Trocknen muss man dann schon über fünf Euro zahlen. Deswegen wurde gleich mal
ein Wäscheständer angeschafft. Gewaschen wird also weiterhin, getrocknet aber
nicht mit der Maschine sondern im Wohnzimmer.
Weitere Anekdoten kommen dann
wohl erst mit der Zeit. Allerdings gibt es einige weitere Ärgernisse und
Vorkommnisse zu berichten.
Zum einen gibt es erst Mitte
November Internet, weil die von A1 zu wenige Leute beschäftigen, die mit
Glasfaseranschlüssen umgehen können – da müssen zwei Leute kommen und es dauert
genauso lang wie die Küche aufzubauen (das waren auch nur zwei Leute). Also bis
dahin nur mobiles Internet und Internet in den Büchereien und bei Mama zu
Hause.
Zum anderen wurde Rotentchen
heute durch einen Alarm geweckt, konnte aber nicht genau ausmachen woher er
kam. Stellte sich heraus, dass es der Alarm für die Kassen im Hofer war. Nun
weiß Rotentchen also, das es im Falle eines Falles auch vom Rauchmelder in der
Wohnung wach wird, denn der ist noch lauter.
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