Tuesday, 28 October 2014

Radreise Teil 2

Tag 4: Früh am Morgen starten wir von Sigmaringen nach Riedlingen. Es war fast niemand unterwegs. Aufgrund des Regens am Vortag war alles noch recht nass. Auch die Schuhe meiner Begleiterin, diese wurden dann über den Lenker gehängt und ich bekam einen neuen Platz zum Mitfahren. Auf dem Weg nach Riedlingen, am dortigen Donaukanal entlang, hat meine Mitfahrerin einen Schreck bekommen. Plötzlich baumelte eine Kreuzspinne von ihrem Helm. Zum Glück hat die Notbremsung niemanden verletzt, nur ich wurde etwas durchgeschüttelt. Die Spinne wurde im Gras freigelassen und dann konnte es auch schon wieder weitergehen. 
Mehr Sicht während des Fahrens für Rotentchen.
Riedlingen ist eine wunderbare kleine Stadt mit viel Fachwerk und großzügigen Fußgängerzonen. Am Abend waren wir dann sogar im Lichtspielhaus und haben und Monsieur Claude und seine Töchter angesehen. Ein sehr interessanter Film mit viel Wahrheit erzählt auf eine leichte, lustige Art. 

Tag 5: Nach einem kleinen Umweg zum Supermarkt haben wir uns auf den Weg durch Riedlingen nach Ehingen. Auf dem Weg dorthin musste eine starke Steigung überwunden werden, aber netterweise hat das Dörfchen nach dieser Steigung einen Rastplatz errichtet. Mit Brunnen und Trinkwasser, Äpfeln zur freien Entnahme und überdachten Bänken. Sogar ein Gästebuch gab es. Diese Rastplätze gibt es viel zu wenig am Radweg entlang. Meist gibt es Bänke, die genau auf die Bundesstraße oder Schnellstraße zeigen oder sie liegen im Schatten. 
Radleroase Datthausen
Eine weitere Pause haben wir in Rechtenstein Pause gemacht. Die Räder unten an der Straße abgestellt, eine Höhle erforscht und dann den Turm (einziges Überbleibsel der Burg zu Rechtenstein) besucht. Oben am Turm hatte man einen super Ausblich, auch wenn man aufpassen musste, wo man sich hinsetze, da alles voller Vogeldreck war. Können diese Vögel kein Klo benutzen?

Danach ging es ohne Zwischenfälle in unser Quartier in Ehiningen. Es lag allerdings etwas außerhalb, weshalb am Abend noch in die Stadt gefahren werden musste. Ehingen hat zwar auch einige nette Fachwerkbauen, ist aber wesentlich größer und moderner als Riedlingen. Die kleinen Brücken über die Schmiech, welche durch die Stadt fließt sind dafür sehr nett. 

Tag 6: Der vorletzte Tag der Reise. Von Ehingen haben wir uns für die Alternative Fahrroute über den Blautopf in Blaubeuren nach Ulm entschieden. Wir fuhren der Schmiech entlang durch den Ort Schmiech an der Schmiech in dem es eine Schmiechstraße gab. Dann haben wir eine alte Grenze (Religionsgrenze zwischen Katholisch und Protestantisch) überquert und fuhren der Ah entlang Richtung Blaubeuren. In Blaubeuren waren wir im Kloster und haben dann den Blautopf besichtigt. Das ist ein wunderschönes Wasser, aber mir war es nicht erlaubt zu schwimmen. Die Strömung über das Staubecken wäre wohl auch zu stark gewesen für ein kleines Entchen wie mich. 
Das Kloster von Außen

Das Kloster von Innen

Der Blautopf mit seiner wunderschönen türkisen Farbe. 
Nach Blaubeuren ging es wenig Spektakulär nach Ulm, wo wir unser letztes Quartier bezogen und durch die Innenstadt bummelten. Der Münster schaut gar nicht so hoch aus, wenn man davor steht. Und die Stadttürme sind teilweise sehr schief, sodass man sich die ganze Zeit fragt, wann fallen sie um. 

Tag 7: Es hat geregnet und genieselt abwechselnd. Also nichts mit Stadtführung. Warum auch immer Menschen kein Wasser von Oben mögen. Aber wir haben den Münster bestiegen. So viele Stufen und dann denkt man man ist oben und es geht noch weiter. Beim hinaufgehen ging es, weil niemand entgegengekommen ist, aber hinunter kamen uns dann Menschen entgegen und es wurde eng. Zum Glück kann ich fliegen und bin über die Köpfe hinweg geflogen. Zu Mittag haben wir dann den Zug  nach Salzburg bestiegen und dort in den Railjet nach Wien. Ich wäre ja lieber die Donau entlang geschwommen, aber das hätte länger gedauert und diese Kraftwerke nerven. 

Sunday, 26 October 2014

Diesmal nur was zwischendurch...Besuch von Veranstaltungen

Die letzte Woche war recht anstrengend. Zuerst habe ich am Montag eine Veranstaltung des Gedenkdienstes besucht. Dabei wurde eine Dokumentation über einen ehemaligen KZ-Häftling gezeigt, dieser hat dann anschließend einen Vortrag gehalten und es gab noch ein Gespräch mit Publikumsbeteiligung. Es war sehr interessant und erschütternd, gerade weil der Zeitzeuge gleich nach der Befreiung aus dem KZ Theresienstadt wieder nach Wien kam, zusammen mit seinen Eltern. Dort hat er nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Es ist das erste Gespräch eines Zeitzeugen, der wieder in seine alte Heimat zurückging und nicht auswanderte. Vielleicht hat es deshalb mehr berührt als bei anderen Gesprächen und Filmen, die ich gesehen habe. 



Die zweite Veranstaltung war dann fröhlicher Natur. Am Mittwoch fand eine Lesung mit Neil Gaiman statt in der Buchhandlung Morawa in der Wollzeile. Es war sehr überfüllt, aber wunderbar. Neil war interessant, lustig und hat viel erzählt. Ein Autogramm habe ich mir dann aber nicht geholt. Eine Freundin schon. Ich hatte kein Buch mit dabei, das hatte ich in der Aufregung und Eile vergessen. Ich kann so eine Lesung oder ein Gespräch mit Neil Gaiman nur empfehlen. Es war einfach großartig. 

Monday, 29 September 2014

Rotentchen als Model

Ich habe diesen Sonntag als Model beim Wiener Foto-Marathon mitgemacht. Beim Halbmarathon musste man 12 Fotos zu bestimmten vorgegeben Begriffen machen und um eine gewisse Verbindung zwischen den Bilder zu haben, wurde ich als Model engagiert. Das Ergebnis sieht man hier: Halbmarathon Rotentchen


Tuesday, 16 September 2014

Donauradweg von Donaueschingen bis Ulm

Tag 1: 
Anreise mit der Bahn während eines Streiks ist keine gute Idee. Die Folge: Zugausfall und damit 2 1/2 Stunden Verspätung.

Bei der Ankunft in Donaueschingen fängt es an zu regnen und es dämmert schon. 

Tag 2: 
Der Tag beginnt schön mit Nebel und Sonne und die Strecke ist anfangs auch Menschenleer. Leider ist die Donauquelle in Donaueschingen gerade eine Baustelle - Sanierung und so. Dann geht es aber immer der Donau (nach dem Zusammenfluss der Brig und der Breg) entlang an Feldern und Wäldchen vorbei. Überall gibt es Verwandte - ferner oder näher verwandt - und das Wetter war noch warm und Spätsommerlich. In Immendingen gab es dann eine Mittagspause - dort war gerade ein Fest mit Autodrom und Ponyreiten und so weiter. Eine kleine Erfrischung gab es dann weiter der Donau entlang in Tuttlingen. Dann ging es weiter bis nach Mühlheim, wo es den ersten Anstieg der Strecke gab - das Dorf liegt auf einem Hügel und man kommt vom Tal natürlich nicht eben auf den Hügel. In Mühlheim gibt es viele alte Fachwerkhäuser und kleine Gässchen. 

Platz in Donaueschingen



Darstellung des Donautals bis zum Delta ins Schwarze Meer
Tag 3: 
Nach einer Abfahrt schon am frühen Morgen geht es wieder der Donau entlang. Nachdem die Donau hier eine Schleife macht und sowohl die Bahn als auch die Straße durch einen Tunnel abkürzen ist man nun wirklich idyllisch unterwegs ohne jeglichen Verkehr außer Radfahrer und Fußgänger sowie das eine oder andere Landwirtschaftsfahrzeug a la Traktor. Dabei geht es leicht auf und ab mit einigen steileren Steigungen, die aber auch durch lange Abfahrten belohnt werden. Man kommt dann nach Beuron. Der Ort besteht zum Großteil aus Kloster und Kirche. Danach kamen wir in ein Gewitter mit Regengüssen und Hagel und natürlich auch Donner und Blitz. Die Menschen haben sich untergestellt. Mir als Gummiente hätte es ja nichts ausgemacht, auch wenn der Regen es schwierig macht, zu Fliegen, aber man kann in den Sturzbächen am Weg schwimmen und der Hagel ist nicht sehr angenehm. Der beeinträchtigt auch das Schwimmen, weil man versucht den Körner auszuweichen. Nachdem der Regen dann aufgehört hat, war es sehr schön zu fahren/schwimmen. Die Wege waren alle überschwemmt und von den Bäumen und Steinen hat es getropft. Das Ziel war Sigmaringen mit dem großen Schloss der Hohenzollern. Am Abend habe ich mir noch die Stadt angeschaut und dann am Donauufer mit Verwandten geplaudert bis der Nebel etwas unheimlich wurde. Meine Verwandten sagten aber, dass es ganz normal sei. Dennoch hat es etwas an Horrorfilme erinnert. 


Meine Reiseverstauung, wenn ich zu faul zum Fliegen bin

Die Donau

Mittagsjause im Wald neben dem Donauufer
Treffen mit Verwandten am Donauufer in Sigmarringen

Abends sammel sich der Nebel am Ufer der Donau. Ich hab Angst.

Spielplatztestung am Donauufer Sigmarringen. Die Boote wären nicht Seetauglich!


So....soviel zum ersten Teil. Der zweite Teil folgt in den nächsten Tagen. Zusammen dann mit Bildern. 

Monday, 15 September 2014

Frankfurt

Meine erste Reise ging nach Frankfurt am Main. Genau zu richtigen Zeit, denn es war gerade Museumsuferfest. Das Museumsuferfest ist eine Art Festival am Main entlang, mit Ständen und Bühnen und jede Menge Menschen, aber eben auch von den Museen. Man kann sich einen Button kaufen und mit diesem Button in alle teilnehmenden Museen gehen. Diese bieten dann auch extra Veranstaltungen oder Führungen an. Aber erst einmal von vorne.

Ich kam am Samstag mit dem ICE an. Der Hauptbahnhof ist riesig, mit einer großen Glas-Stahl-Kuppel. Rund um den Bahnhof ist das Bahnhofs- oder Rotlichtviertel, wo auch mein Aufenthaltsort für die paar Tage war. Das Zimmer im siebten Stock hat einen super Ausblick auf die Skyline von Frankfurt gehabt. 

Skyline vom Zimmer aus
Bahnhofshalle
Am Abend hab ich mich dann ins Getümmel geworfen und die Stände und Bühnen am Mainufer ausgekundschaftet. Crepe mit Zimt und Zucker war das Abendessen. Und gute Musik als Unterhaltung gab es auch. Allerdings waren es schon recht viele Menschen, die so ein kleines Entchen wie mich leicht übersehen können. 

Ausblick auf das Getümmel von der Fußgängerbrücke - im Hintergrund auch die Ruderstaffeln

Am Sonntag bin ich ganz in der Früh aufgebrochen und habe die Innenstadt oder Altstadt besucht. Ich bin die Stiegen zum Turm vom Kaiserdom St. Bartholomäus hinauf geflogen und habe mir einen Überblick über den Römer und die neugebaute Altstadt verschafft, sowie die Skyline und den Turm der EZB bewundert. Danach bin ich beim Schirn vorbeigeflogen und habe mir eine Farbreinigungsinstallation angehört, auf einem Sitzsack sitzend. Das war fast so kuschelig wie mein altes Nest. 

Treppe auf dem Dom
Da war ich am Turm oben

Erschöpfung nach dem langen Flug hinauf

Am Römer war sehr viel Polizei zu sehen, weil eine Demo angekündigt war. Die Demo selbst habe ich aber noch nicht gesehen, es wurde erst die Bühne aufgebaut. Ich habe mir dann so einen Button gekauft und das Historische Museum Frankfurt besucht. Da konnte man viel über die Geschichte der Stadt lernen. Anschließend war ich noch im Caricatura (Museum für Komische Kunst), im Jüdischen Museum - hier wurde Musiziert - und im Museum für Kommunikation. Überall gab es so viel zu sehen. Am Abend gab es dann noch ein Feuerwerk, dass ich von meinem Zimmer leider nur teilweise sehen konnte, aber immerhin. 

Das alte Rathaus am Römer

Am Montag musste ich als Gummiente dann durch die Sicherheitsschleuse des Main Tower (Main wie der Fluss, nicht englisch für Haupt-). Dann ging es in einem superschnellen Lift hinauf. Eigentlich hätte ich ja auch selbst rauffliegen können, aber dann hätten sie mich vielleicht nicht den Ausblick bewundern lassen. Nach diesem Ausblick bin ich dann zur alten Oper gegangen und über den Grüngürtel (ehemalige Stadtbefestigung) in die Innenstadt zum Zeil (eine Einkaufsstraße mit Fußgängerzone und seltsamen Statuen). 

Über Mittag habe ich dann eine Schifftour gemacht. Dabei hätte ich ja selbst schwimmen können, aber bei den ganzen Schiffen am Main wäre das zu gefährlich gewesen, außerdem hat einem das Schiff immer gesagt, was man sieht. Auch wenn man es manchmal nicht gesehen hat. 
Warten auf das Schiff - im Hintergrund die EZB
Dann ging zum jüdischen Friedhof, den man leider nicht betreten konnte, weil das Gebäude in dem man nach dem Schlüssel fragen sollte, umgebaut wird. Für mich natürlich kein Problem. Ich bin einfach über die Mauer geflogen. Viele Grabsteine stehen nicht mehr, die meisten wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Größtenteils stehen Bäume und es ist begrünt. An der Friedhofsmauer wurden für alle Opfer Tafeln angebracht mit Name, Geburtsdatum und Todesdatum und Ort, wenn vorhanden. 

Nach dem etwas deprimierenden Anblick des Friedhofs bin ich dann Verwandte besuchen gegangen im Zoo (Zoologischer Garten). Natürlich habe ich dort nicht nur Verwandte besucht, sondern auch andere Tiere gesehen. 

Verwandte besuchen
Am Dienstag war ich dann im Botanischen Garten, da gab es auch einige Verwandte zu besuchen, aber am Lustigsten waren die Kinder beim Wasserspielplatz. Die waren fast wie wir Enten. Haben sich gefreute, dass sie nass wurden. Nicht so wie andere Menschen, die das Leben im Wasser nicht schätzen und mit Regenschirm und Jacke herumlaufen, wenn es auch nur tröpfelt. Zu Mittag war ich dann wieder am Zeil und in der Umgebung. Ich habe mir am Rathenauplatz den Springbrunnen angesehen und die Sonne genossen. Dann habe ich noch die Börse besucht und schließlich bin ich ins Kino gegangen. Das wars dann auch schon mit der Reise, denn am Mittwoch musste ich ganz früh zum Bahnhof und in den Ersatzzug einsteigen - der ICE hatte technische Probleme. 

Friday, 29 August 2014

Willkommen

Herzlich Willkommen zu Rotentchens Blog. 
Gestatten mein Name ist Rotentchen. Ich bin eine Gummiente mit großen Ambitionen und einem großen Vorbild, Graf Duckula III. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich gerne Reise und die Welt entdecke. Ich lebe in Wien und will hier von meinen Reisen schreiben. Viel Spaß dabei!

Meine nächste Reise geht nach Frankfurt am Main. Ich hoffe bald davon berichten zu können. 

Gruß 
eurer Rotentchen